Schon seit einigen Monden habe ich den Spot auf meiner ToDo-Liste. Heute ist mir dann nach einer Woche Zuhause wegen Krankheit die Decke auf den Kopf gefallen und ich mußt dringend mal raus und was anderes sehen. Allerdings in der Kombination Wandern & Urbex.. Ich habe also meine Batterie mit Rädern in einem Nachbarort abgestellt und bin die 5km bis zu Zielort dann zu Fuß gegangen. Gut die kombination zwischen offener Fläche, Null Grad und satt Wind hatte ich nicht ganz bedacht aber gut, man kann ja auch mal einen Schritt schneller gehen damit einem wieder warm wird. Die erste Umrundung des Zielgebiets, zeigte mir dann, dass der Spot doch ein wenig Größer war, als gedacht hatte, aber das hielt mich nicht mehr auf, denn bei dem Anblick von Wachtürmen und Schützenbunkern im Außengürtel der Anlage, werde ich schwach. Schnell bekam ich dann eine Möglickeit, ohne Aufwand auf das Gelände zu gelangen, mußte aber schon bald feststellen das dieses Gelände in bäuerlicher Nutzung ist. Also habe ich die Gebäude und Bunker, die genutzt werden einfach von meiner Liste gestrichen. Da der Spot aber ausreichend leere Bauwerke noch aufweist , hatte ich noch genug zum Ansehen. Was ich euch hier mit den Bilder eindrucksvoll darlegen kann.

 

Nach dem mir alle möglichen Leute für meine Neujahrstour abgesagt haben mußte ich tief in die Trickkiste greifen und den Joker ziehen und siehe da es fand sich nicht nur ein neuer Freund sondern auf jemand mit einem ebenso bunt gemischten Strauß an interessen die mit meinen ziemlich harmonieren. Nein nicht was ihr jetzt wieder denkt! Was denkt ihr von mir!! Er klettert gerne, Geocacht und mag Urbex ( Urban Exploring ), also schonmal genau das was ich ich schon länger suche, um auch mal wieder klettern gehen zu können. Danke Volker das du die Zeit gefunden hast um mich bei unserer Tour zu unterstützen.

Lange will ich schon hier rein und habe bisher noch keinen richtigen Zugang gefunden um diesen Spot alleine zu besuchen, mit einem zweiten Kletterer war das reinkommen nach ein wenig bastelei kein Problem wobei man das schon fast „Urban-Bushcraft“ bezeichnen kann, denn wir haben uns alles Vorort zusammen gesucht uns daraus etwas gebaut und es anschließend auch wieder demontiert ohne es zu beschädigen und alles wieder an ihrem Ursprungsort zurück gelegt. „Perfekt“

Besser konnte das neue Jahr schon fast nicht beginnen.

Was ist denn hier los, schon wieder ist ein „Urbexer“ an die Presse gegangen und hat dort einen Artikel über unser Hobby in den Medien breit getreten,  so stehen noch mehr im Fokus , der Artikel ist garnicht so schlecht aber es ist für mich einfach ein Unding daraus eine Breitensport taugliche Interessenentwicklung zu generieren, denn einige Spot sind heute schon so überlaufen das man sich schon fast anstellen muß um dort rein zu kommen und beim Fotos machen geht ständig jemand duruch den Hintergrund oder was noch viel schlimmer ist man entdeckt erst zu Hause auf den Bildern wenn man da bei was noch alles im Hintergrund mit fotografiert hat. Natürlich schreibe ich hier im Blog auch über unsere Erlebnisse, aber ich würde diese Artikel bzw. Beträge für kein Geld der Welt in den Rachen der „Medien“ werfen. Hier erreiche ich einen erlesenen Kreis Interessierter und das ist auch gut so daran wird sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern, aber was ich verändern werde. Ich werde den Kreis der Leute mit denen in Zukunft auf Touren gehe noch strenger Reglementieren um keine „Propagonisten“ ein Betätigungsfeld zu verschaffen.

Verlassene Villen, rostige Bunker: Diese Essenerin kennt die vergessenen Orte im Revier – und hat uns auf eine Tour mitgenommen
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Deshalb habe ich mir mal eine paar Gedanken um unsere Regeln gemacht die eigentlich für alle die dieses Hobby betreiben gleich sein, denn sonst ist bald nichts mehr Übrig oder jeder Besitzer eines alten Gebäudes verlangt 25 – 50€ Eintritt.

 

Alle 1 bis 2 Monate veranstalten wir eine Ruinenwanderung für unsere Familien und unsere Kids, um ihnen ein wenig unser Hobby zu erklären und ihnen die Schöneheit der verfallenden Objekte zu zeigen. Diesmal waren wir in einem tollen Objekt von 1814 unterwegs, leider ist es inzwischen schon ziemlich abgerockt und im Eingang steht der Müll bereits schon fast einen 1/2 Meter hoch. Von den Deckenbalken des Obergeschosses ist nur noch einer erhalten. Der lange Gang mit den Gewöbedurchgängen  sieht sehr malerich aus und zeigt wie toll dieser Ort in verganger Zeit mal ausgesehen haben muss. Die Grundsicherung dieses Objektes wird nicht nur durch Vandalen immer wieder aufgebrochen, sondern anscheinend auch von Leuten der näheren Umgebung um hier ihren Hausmüll zu entsorgen. Das besuchte Gebäude war früher ein Teil einer riesigen Festung am Rhein, leider ist es einer der letzten überbleibsel dieser sternförmigen Festung. Leider konnten wir keinerlei Fledermäuse sehen worauf wir eigentlich gehofft hatten.